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Gewaltfreiheit und Gewaltfreie Aktion


Gewaltfreiheit ist eine erfolgsversprechende Aktionsmethode in politischen Auseinandersetzungen. Oder ist Gewaltfreiheit ein Lebensprinzip, das auf philosophischen oder ethisch-moralischen Grundlagen beruht? Oder ein gesellschaftlicher Gegenentwurf zu den bestehenden und als Unrecht empfundenen Verhältnissen? In welchen Konflikten wird die gewaltfreie Aktion sinnvoll angewandt? Gewaltfreiheit ? eine persönliche und politische Herausforderung zugleich?


In unseren Seminaren werden wir den vielen kontroversen Fragen nachgehen und in das Konzept, die Praxis und die Geschichte der Gewaltfreien Aktion einführen. Bezugspunkte sind aktuelle soziale Bewegungen, aber auch Erfahrungen aus anderen Ländern und wichtige Personen wie Martin Luther King und Gandhi.


Entscheiden im Konsens

Konflikte in Gruppen haben oft ihre Ursache darin, dass Entscheidungen getroffen werden, die nicht alle Beteiligten mittragen können. Minderheiten werden von der Gruppe überstimmt, Schwächere können ihre Meinung nicht ausreichend darstellen. Dass es mit dem herrschaftsfreien Konsensverfahren auch anders gehen kann, wird anhand von konkreten Beispielen und praktischen Übungen vorgestellt und eingeübt.


Kampagnen für soziale Bewegungen

Kampagnen sind ein zentraler Baustein für soziale Bewegungen. In der Tradition von Martin Luther King und Mahatma Gandhi verstehen wir Kampagnen als ein Konzept zur politischen Interessendurchsetzung und Artikulation von begrenzten Zielen. Kampagnen sind zeitlich befristet und bestehen aus einer Reihe von aufeinander bezogenen, eskalierend aufgebauten Aktionen im öffentlichen Raum.


Zivilcourage

Ein Training in Zivilcourage zum Verhalten in Diskriminierungs- und Gewaltsituationen: mit der experimentellen Rollenspieltechnik »Forumtheater« aus dem Theater der Unterdrückten von Augusto Boal und praktischen Übungen zur Kommunikation und zum Umgang mit Gewalt. Statt wegsehen, draufhauen oder fliehen werden eine Vielfalt von Handlungsmöglichkeiten entwickelt.


Konflikte gewaltfrei austragen

Ich siege, du verlierst, ist eine weitverbreitete Auffassung in Konflikten. Auf der Grundlage von eigenen Erfahrungen werden neben theoretischen Überlegungen die vielfältigen Möglichkeiten einer gewaltfreien Konfliktaustragung im Alltag (Familie, Arbeitsplatz, Schule) ausprobiert und ein anderes Konfliktverständnis verdeutlicht.


Mediation - Vermittlung in Konflikten

Konflikte sind oft so weit eskaliert oder festgefahren, dass eine konstruktive Konfliktlösung nicht mehr möglich erscheint. Dies gilt gleichermaßen für private wie für politische Konflikte. Einer neutralen dritten Person kann es jedoch gelingen, die Konfliktparteien aus der Sackgasse herauszuführen und beim Finden einer gemeinsamen Lösung behilflich zu sein. Dieses Verfahren, Mediation genannt, wird vorgestellt und in praktischen Übungen ausprobiert.


Konflikte in der Schule

In der Ausbildung von PädagogInnen werden kaum Kompetenzen für den Umgang mit Konflikten im Schulalltag vermittelt. Unser Angebot richtet sich sowohl an LehrerInnen, die Schwierigkeiten mit dem Verhalten von SchülerInnen haben, als auch an SchülerInnen, die unter Konflikten leiden und einen gewaltfreien Umgang untereinander einüben wollen. →
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